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Deshalb ist mein Computer selbstredend ein Apple Power-Mac!

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Na gut, ich muß zugeben, ursprünglich war ich begeisterter Atari ST Anhänger. Als ich 1989 meinen ersten Atari 260ST gebraucht für knapp 1000,-DM kaufte, dachte ich auch im Traum nicht daran wohin das führt ;-)

"Gebraucht" hab ich zu der Zeit eigentlich keinen Computer, ich wollte einfach nur mal so ein Gerät kennenlernen und evtl. was dabei lernen. Dann hab ich aber nach ziemlich kurzer Zeit viele neue Leute (von denen einige später auch Freunde wurden) kennengelernt, die eine Art Atari-Club aufzogen. Das hat damals unheimlich viel Spaß gemacht und man hatte auch noch richtige Feindbilder wie z.B. den Amiga (griiin).

 

Linkerhand sieht man einen meiner Atari ST´s, mittels Spanplatten, Aluprofilen und schwarzer Farbe zu einem Tower mutiert :-))

Rechts kann man meinen ehemaligen Atari TT bewundern (Motorola 68030/33 mit Spectrum Grafikkarte, 20MB RAM und Multisync 3D - mönsch war das´n Teil)

 

Leider gingen die Jahre ins Land ohne das die Atari-Bosse noch viel für den Erhalt der Marke zu tun gedachten. So kam dann für mich Anfang 1994 der Wechsel zum Macintosh beinahe zwangsläufig, da ich zu diesem Zeitpunkt keinerlei Hoffnungen auf den dauerhaften Erhalt der Marke hatte. Ich verkaufte meinen Atari TT (schnief) und schaute mich nach einem passenden Nachfolger von Apple um.

Der erste Mac wurde dann ein Quadra 605, ein USA-Modell das in Deutschland in einem geringfügig anderen Gehäuse als Performa 475 über den Ladentisch wanderte. Irgendwie war ich schon ein wenig ernüchtert, der Atari TT war gegen den Quadra 605 doch schon eine imposante Erscheinung. Aber die Rechenleistung des kleinen Mac´s war dann doch erstaunlich besänftigend. Das System war zu dieser Zeit noch ein 7.1.3 und gegenüber den heutigen Systemversionen (außer vielleicht OS8) richtig flott.

Richtig weh getan hat damals die notwendige Investition in meinen HP Laserjet 4. Der war bis dahin ein "normaler" Laserjet ohne Postscript und ohne Local-Talk-Schnittstelle. Die waren aber beide unabdingbar um den Drucker auch mit 600dpi vernünftig am Mac nutzen zu können. Die ganze Aktion hat mich damals knapp 1200,-DM gekostet, wovon das Postscript-Simm alleine schon mit 600,-DM und die zusätzliche Jet-Direct-Karte mit 300,-DM zu Buche schlugen. Für die 1200,-DM bekommt man heute schon einen kompletten 600dpi Laser mit allem pipapo...

Leider sollte die erste Beziehungskiste mit einem Mac nicht lange halten. Im August ´94 transportierte eine Spannungsspitze, ausgelöst durch einen Blitzschlag in einen Baukran, die Hälfte aller Telefone im Ort, sowie meinen armen Quadra samt Modem ins Nirwana aller Feinstelektronik.

Justament erschien zu dieser Zeit ein neues Modell von Apple am Firmament , der Performa 630! Die einschlägigen Fachzeitschriften lobhudelten so ausführlich über das Teil, daß ich den Rechner nach ziemlich kurzer Bedenkzeit bestellte. Der 630er hat mir von Anfang an sehr gut gefallen und war auch für drei Jahre ein zuverlässiger Begleiter, das letzte Jahr allerdings mit neuem Herzen. Da hab ich doch durch Zufall aus dem Kleinanzeigenteil der MacUp eine Hauptplatine eines Performa 5200 erstanden und so mutierte der Performa 630 zu einem Performa 6200.

Dank meines intensiven Studiums der div. Mac-Mausgruppen (jawohl, ich war lange Zeit im Mausnet aktiv) und meines Basteltriebes wurde das neuerworbene Motherboard schon bald diversen Experimenten unterzogen, die allesamt dem Ziel dienten den Rechner höher zu takten. Ein persönlicher Erfahrungsbericht eines anderen Mausers war vorhanden, wonach der 5200er durchaus zu 100MHz in der Lage wäre. Das hat meiner leider nicht geschafft, während dem booten blieb er einfach stehen. Nach einigen waghalsigen Versuchen konnte ich den Rechner dann mit 80MHz Taktfrequenz stabilisieren. Das ist wohl kaum besonders viel gegenüber originalen 75MHz, aber der Rechner lief superstabil und ich hatte mein Erfolgserlebnis ;-)

Im Sommer ´97 hab ich den Rechner schließlich weiterverkauft und nach was neuem Ausschau gehalten.

Auf diesen beiden (leider nicht sehr guten) Bildern sieht man links meinen guten alten Performa 630/6200, wie er unter dem 17Zoll-Moni ächzt und rechts meinen derzeitigen PowerMac 6400/200 mit nachträglich eingebautem CD-Brenner.

Man beachte die selbstausgeschnittene Blende! Apple bietet zwar eine Blende für ein internes ZIP an, aber leider war´das dann auch schon. Obwohl im orginal Handbuch ausdrücklich auf ein optional nachrüstbares CD-ROM hingewiesen wird.

Soll man da jetzt drüber lachen oder was?

 

Seit Ende Juni ´97 hab ich nun einen PowerMac 6400/200 und bin absolut begeistert von dem Rechner. Er ist schnell, zuverlässig und macht einfach Spaß. Der eingebaute Subwoofer zusammen mit dem SRS-3D-Surround-Sound macht aus der Kiste die reinste Jukebox. Fast alle Anwendungen laufen sehr flott.

Im Herbst ´97 hab ich einen Yamaha CDR 200T CD-Brenner eingebaut, der nun seit einigen Wochen dank einer kleinen Modifizierung brav als CDR 400T arbeitet :-)

Ansonsten ist der Rechner mit einer VillageTronic Grafikkarte "Picasso 750" ausgestattet und läßt sich prima mit 2 Monitoren betreiben. Als Nervenkitzel-Süchtiger Lötakrobat konnte ich natürlich auch nicht die Finger vom Motherboard lassen und hab den Rechner etwas höher getaktet :-)

Die Anleitung hierzu gibt es auf der ClockChipping Homepage, wo auch viele andere Macs erwähnt werden.

 

Der Bustakt läuft derzeit absolut stabil auf 48MHz und der Prozessor mit der 4,5-fachen Taktfrequenz, also auf 216MHz.

Mit einem 50MHz Quarz hab ich Stabilitätsprobleme festgestellt, die beim lesen oder schreiben auf den SCSI-Bus auftreten.

 

Geplant ist noch eine G3-Upgradekarte für den L2-Cache-Slot. Damit sollte die Rechenleistung für die nächste Zeit wieder ausreichen und die Wartezeit auf einen "TupperMac" eträglich machen.

 

 

Übrigens gibt es auch eine geniale Site speziell von, mit und über den Performa/PowerMac 6400!

Die 6400-Zone Homepage ist unbedingt einen Blick wert, wenn man Infos aller Art über dieses Modell von Apple sucht. Die Themen reichen von der genauen technischen Beschreibung über mögliche Erweiterungen bis hin zu Problemen mit dem Rechner.

 

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