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Auf dieser Seite hab ich einige Tips

und Erfahrungen von anderen

Suzuki RF 900 R-Fahrern zusammengestellt

 


Der erste Bericht kommt von Jürgen Seeger

 

Ich fahre eine RF900 RS/2, Bj.95, im Herbst 97 gekauft für 12000 DM mit ~ 11000 km auf dem

Tacho (heute: 18000 km), offen, Farbe purple mit MRA Spoilerscheibe (auch purple!).

 

Allerdings fand ich sie erst richtig gut nach einem Lenkerumbau, da man sonst nach meinen

Geschmack zu viel Gewicht auf den Handgelenken hat, insbesondere auf langen Touren oder im

Stadtverkehr. Nach langer Suche habe ich dazu auch eine Lösung gefunden, die ohne Änderung der

Verkleidung paßte (AS1 von LSL) und nur etwas längere Bremsleitungen braucht -

dann halt gleich Stahlflex.

 

Wenn die RF richtig gemütlich sein soll, kann man auch die Fußrasten tiefer legen (rund 4 cm, TÜV-

abgenommener Eigenbau); ist aber problematisch auf Rennstrecken ...

 

Ansonsten:

- die Kette geht gerade dem Ende entgegen, ich denke, so bei 20000 wechsele ich sie aus. Ich

eruiere dazu gerade die Erfahrungen mit dem Schraubschlössern von Enuma, weil ich nicht scharf

darauf bin, die Schwinge auszubauen.

 

- die RF ist eine der sparsamsten Big Bikes, die ich kenne: Durchschnittsverbrauch unter 7 Liter,

wenn man sich an alle Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, = 6 Liter.

 

- Service, vor allem der 12000er, ist teuer (> 600 DM); mache ich allerdings selbst.

 

- zur Zeit fahre ich Bridgestone BT 54, waren beim Kauf drauf und wollen sich nicht abfahren ...

- BT 57 soll mehr Grip haben, natürlich auf Kosten der Haltbarkeit. BT 54 ist aber auch ok,

Erscheinungen wie Shimmy oder Hochgeschwindigkeitspendeln sind der Kiste fremd.

Bridgestone rät übrigens nur zum BT 57 für die RF900 -

beim BT 56 komme es zu Hochgeschwindigkeitspendeln.

 

- glaub nicht, was im Reparaturhandbuch zum Auswechseln der rückwärtigen Birnen

(Rück-/Bremslicht, Nummernschildbeleuchtung) steht - man kann, ohne irgendetwas abzubauen,

von unten durchfassen, die Halterungen rausnehmen und die Lampen austauschen.

 

- Hier gibt´s einen schönen Test der RF 900 R

 

Von den erwähnten Getriebeschäden habe ich nichts gehört; ich habe selbst schon RF-Fahrer

getroffen, die 50000 km ohne Schäden drauf hatten.

 


Weiter geht´s mit einem Bericht von Markus Koepf

 

Ich hab eine '95er RF 900 RS2. Hab sie im August 1997 gebraucht mit nur 5000 (!) km gekauft.

Das Bike war zu dieser Zeit schon 'komplett' offen. Dh Dynojet-Kit, scharfe Nockenwellen,

Yoshimura Cyclone Slip-On und des weiteren eine kürzere Übersetzung. Das Ganze reicht im

Endeffekt für 121 prüfstandbelegte PS am Hinterrad und einen Drehmoment, der den

Adrenalinspiegel schon mal hochschnellen läßt. Nicht gerade ein Spitzenwert, wenn man zB

mit der R1 oder der ZX9R vergleicht, aber um so manche 'Möchtegern-Doohans' (:o) auf ihren

600ern oder 750ern am Auspuff schnüffeln zu lassen reicht es allemal. *g*

 

Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden mit meiner RF. Der Motor ist allererste Sahne wenn auch

ein wenig ruppig im Leistungseinsatz. Aber das hängt vermutlich mit den scharfen Steuerzeiten

zusammen, die meine Nockenwellen verursachen. Das Getriebe ist, wenn man mit den Getrieben

vergleicht die Firmen wie Yamaha oder Honda in ihre Motorräder stecken, schon ziemlich hakelig

und mühsam. Aber das ist ja (angeblich) ein generelles Suzuki-Leiden. Beim Fahrwerk bin ich mir

nicht ganz sicher was ich davon halten soll! Ich bin bis vor 4 Wochen nur 190er (Avon Azaro und

Pirelli MTR2) Hinterreifen gefahren. Mit dieser Dimension war das Motorrad ziemlich stabil aber ein

wenig schwerfällig. Jetzt bin ich auf einen 180er Pirelli MTR4 umgestiegen (vorne MTR1). Die RF ist

jetzt leichtfüßig wie eine 600er (naja nicht ganz *gg*) - fällt fast von alleine in die Kurve, aber für

meinen Geschmack ein wenig kippelig. Naja, is wahrscheinlich auch nur Gewöhnungssache. Was mir

ein wenig auf den "Keks" geht ist, daß noch kein Hinterreifen mehr als 4000 km gehalten hat (Avon

Azaro). Klar, MTR2 und Azaro sind alles andere als harte Tourenreifen, aber trotzdem.... Jetzt

bin ich neugierig, ob der MTR4 (angeblich der Langlebigste aller Reifen) mal ein wenig länger,

sprich dem gewaltigen Drehmoment standhält. *g* Der fällt zwar in die Kategorie der Tourenreifen,

steht aber meiner Meinung nach einem Supersport-Reifen im Grip um nichts nach. Des weiteren ist

die Eigendämpfung auch um einiges besser. Der MTR1 ist, so finde ich, DER Vorderreifen

schlechthin. Die Lebensdauer von 7000 km ist zwar nicht übwältigend, aber er macht das ach so

"hinterlistige" Fahrwerk der RF einigermaßen transparent.

 

Die Sitzposition finde ich total OK. Auch meine Freundin beklagt sich auf längeren Touren höchstens

über einen schmerzenden Po, aber es gibt wahrscheinlich kein Motorrad das den Hintern auf

diversen "Gewalttouren" nicht ein wenig strapaziert!

 

Der Verbrauch ist ein Witz! *grummel* Unter 8 Litern geht bei mir überaupt nichts. Egal ob ich toure

oder mir am Abend auf meiner Hausstrecke den Kopf "freiblase"! Wenn man mit der 1200er Bandit

meines Kumpels vergleicht, die bei annähernd gleicher Hinterradleistung um 2 - 3 Liter auf 100 km

weniger säuft, dann hört man bei jedem Dreher am Gas schon in Gedanken die Kasse klingeln. *gg*

Aber wie schon so mancher große Biker gesagt hat: "Der Verbrauch ist mir Wurst - Hauptsache der

Asphalt raucht!" *ggg*

 


Der nächste Bericht kommt von Wolfgang Schlaifer

 

Ansonsten kann ich Dir über dieses Maschinchen nur Gutes berichten.

Läuft immer an, egal ob kalt ob warm ob Sonne ob Regen, ein paar Sekunden Choke und schon läuft

sie rund. Reifen habe ich bisher nur die BT54 gehabt, denn ich war sehr zufrieden. der erste Satz

hielt 13.000 km (v/h) weswegen ich auch nicht gewechselt habe (aktueller KM-Stand 15.000 km)

 


Dann gibt´s noch einen Beitrag von Markus Schober

 

Ich habe meine RF 900 auch erst heuer im Februar gebraucht gekauft und kann Dir daher nur

wenige Tips geben. Meine ist auch Bj. 94 hatte aber nur 14500 km auf dem Buckel.

Die Leistung wirst Du bestimmt bald gewöhnt, so überwältigend ist´s ja auch wieder nicht!

Nun zu den wenigen Dingen die ich Dir berichten kann: Nachdem ich die Düsennadeln um eine

Kerbe nach unten gehängt habe, hat sich der Verbrauch dramatisch verringert( von über 9 auf ca.

6.5 Liter) wahrscheinlich hat der Vorbesitzer da etwas herumgespielt!?! Laufen tut sie gut

(Tacho ca 260 mit Topcase) nur die Originalscheibe war schrecklich. Ich habe daher eine

Tourenscheibe von MRA montiert. Ergebnis: weniger Druck am Helm, dafür viele Wirbel und etwas

lauter. Die Bremsbeläge sind von Dunlopad, ich werde aber das nächste Mal andere probieren.

Nicht daß sie schlecht wären, aber Ferodo oder irgendetwas weiches glaube ich, machen noch mehr

Spaß ( ich bin nämlich geographisch bedingt fast nur in den Alpen unterwegs, und bergab

mußt´natürlich auch manchmal bremsen). Achja: nimm die Ölfilter von Champion, da paßt nämlich

der Ölfilterschlüssel von der CB, bei denen von Meiwa nicht.

Als Nächstes werde ich wahrscheinlich einen K&N Luftfilter einbauen, weil zum Austauschen-,

ausblasen bin ich erfahrungsgemäß zu faul ( Stichwort: Dreckfänger CB Sevenfifty!).

Scottoiler wäre auch gut, ich weiß nur noch nicht wie montieren, vielleicht weißt Du da mehr?


 

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